Physioteam Würzburg
 

Krankengymnastik Was ist was? · T - Z

Physiotherapie bei Tinnitus

Unter einem Tinnitus versteht man Ohrgeräusche, die nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen werden und für die es in der Regel keine äußeren Schallquellen gibt.

Die Symptome können gelegentlich auftreten und wieder verschwinden.
Es gibt auch schleichende Verläufe mit gelegentlichem Auftreten bis hin zum permanentem Ohrgeräusch, jedoch kann ein Tinnitius auch plötzlich und akut entstehen .

Die Ursachen für die Entstehung sind sehr verschieden:
Genannt seien hier z.B.das Lärmtraume, der Hörsturz, anfallsweise auftretender Drehschwindel, sowie Probleme der Halswirbelsäule und der Kiefergelenke.

Bei letztgenannter Ursache wird im Rahmen der Physiotherapie eine umfangreiche Funktionsanalyse von Hals-wirbelsäule und Kiefergelenk unter Einbeziehung der Wirbelsäule, des Beckens und der unteren Extremitäten vorgenommen.
Es erfolgt eine spezifische Behandlung der Gelenkfunktionsstörungen der HWS, der muskulären Spannungs-störungen sowie aller anderen damit in Zusammenhang stehenden Faktoren.
Auch Stressbewältigung oder Craniosacrale Therapie kommen als Therapieansatz in Frage.

Physiotherapie ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes der Tinnitusbehandlung.


Tuina
(Tui=Schieben und Drücken, Na=Greifen und Ziehen)

Ist der chinesische Begriff für die traditionelle manuelle Behandlung. Hierzu zählt auch die Akupressur, die neben der Akupunktur die bekannteste chinesische Heilmethode in den westlichen Ländern darstellt.

Dank ihrer hohen Wirksamkeit, ihrer guten Verträglichkeit und ihrer einfachen Handhabung gewinnt die Akupressur- bzw. Tuina-Therapie immer mehr Anerkennung. Besonders im Rahmen der orthopädischen Schmerzbehandlung stellt sie eine sehr gute Ergänzung bzw. Alternative zu den bekannten Behandlungsstrategien dar. Auch muskuläre Dystonien, die (noch) nicht primär als Schmerzen wahrgenommen werden, können sehr erfolgreich behandelt werden.

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Ultraschalltherapie

Die Ultraschalltherapie beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen (nicht zu verwechseln mit bildgebenden Verfahren). Zur Behandlung wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte, erkrankte Stelle geführt.

Wirkung
Durch den auf den Körper wirkenden Ultraschall kommt es im Gewebe zu einer mechanischen und thermischen Wirkung.
Die mechanische Wirkung ist eine Vibrationswirkung. Durch den Schalldruck kommt es im umliegenden Gewebe zu starken Kompressionen und Expansionen, was der Wirkung einer kräftigen Massage oder Bindegewebsmassage entspricht.
Die thermische Wirkung entsteht über die Schallresorption durch das körpereigene Gewebe.

Das Besondere an der Ultraschalltherapie ist, dass hier Regionen in einer Tiefe bis zu 8 cm erreicht werden, was insbesondere im Gelenkbereich interessant ist. Es können sowohl erkrankte Stellen lokal behandelt, als auch zuführende Nerven stimuliert werden.

Indikationen
Typische Indikationen sind Myalgien, chronische Muskel- oder Sehnenschmerzen, Frakturen oder Narben-/Gewebsverklebungen sowie arthrotische Veränderungen.

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Vojta – Therapie

Die Therapie ist ein neurophysiologisch, kinesiologisches Bahnungssystem zur Wiederherstellung physiologischer Bewegungsmuster
Pathologische Reaktionen sollen frühzeitig erkannt werden und in physiologische
Bewegungsmuster eingeleitet werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem posturalen Touns.
Darunter versteht man die Fähigkeit der Muskulatur, den Körper in einer sicheren Lage halten zu können
(z.B. Bauchlage des Säuglings bis zum Einbeinstand des Erwachsenen).
Jede zielgerichtete Bewegung fängt aus einer bestimmten Lage an und
endet in einer bestimmten gesicherten Lage.

Indikation:
a) Kinder:
frühkindlicher Gehirnschaden zentrale Koordinationsstörung,
Spina bifida Prävention von Haltungassymmetrien und Störungen, Schiefhals, Plexusparese.
b) Erwachsene:
Neurologische Erkrankungen, orthopädische (Skoliose) und chirurgische Erkrankungen mit neuromuskulären Störungen

Inhalt der Vojtatherapie:
ist die Reflexfortbewegung (Reflexkriechen,Reflexumdrehen).
Durch Druck auf bestimmte Körperteile (Auslösezonen) in einer bestimmten Ausgangslage (Reflexkriechen, Reflexumdrehen) lassen sich reflektorische Bewegungen beim Säugling erzeugen, wie sie in der normalen motorischen Entwicklung erst in einem späteren höherem Stadium auftreten. In der Regel löst die Reizung an den Zonen das gesamte Reflexmuster aus. Zusätzlich zur motorischen, kommt es zu stark vegetativen Reaktionen .(Hautrötung,Schweißbildung)

Ziele:
• Bahnung physiologischer Bewegung bevor sich z.B. ein spastisches Muster entwickeln kann
• Einbettung von Muskeln in physiologische Bewegungsketten
• Beeinflussung vegetativer Funktionen unter anderem auch Atmung, Blasen-Mastdarmfunktion
• günstige Beeinflussung der Sprachentwicklung

Anforderungen an die/den Therapeuten/-in:
• gute Kenntnis der normalen Entwicklung des Kindes
• genaue Befundung der jeweiligen Schwächen des Kindes
• Auswählen der geeigneten Ausgangsstellungen und Auslösepunkte
• gute Elternanleitung und Führung bei auftretenden Problemen

Anforderungen an die Eltern:
• regelmäßiges konsequentes Üben zu Hause (z.Teil 3-4 x täglich)
• Erlernen der nötigen Techniken
• gute Beobachtungsgabe des Kindes während der Übungen, um gewünschte Reaktionen von Ausweichmechanismen zu unterscheiden
Es ist normal, wenn ein Kind während der Übungen schreit denn es muß große körperliche Leistungen vollbringen. Diesem zeitweiligen Streß begegnet das Kind durch „Schreien“:
Ältere Kinder sollte man zur aktiven Mitarbeit bewegen.

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Yoga

Das Wort Yoga kommt aus dem Indischen und gemeint ist damit die Kunst der Selbstmeisterung.

Erste Spuren und Hinweise fanden sich bereits im Indien der Frühgeschichte vor ca. 5000 Jahren.
Die sogenannten Yoga-Sutras (Yoga-Merksprüche) gelten auch heute noch als klassische Grundlage.

Das Kernstück ist ein logisch aufgebauter Pfad, der die Selbst-vervollkommnung des Menschen und eine unerschütterliche und gleichmütige Geisteshaltung zum Ziel hat:


Er enthält Richtlininien für ethisch-moralisches Verhalten und für die Körperhygiene, für die Ernährung und die Haltung, für die Regulierung und Rhythmisierung der Atmung und deren Wechselwirkung mit emotionalen Zuständen sowie verschiedene Konzentrations- und Meditationsübungen

In der heutigen Zeit anerkannte Methoden, wie das autogene Training oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, lassen Elemente des Yoga erkennen oder wurden aus dem Yoga entwickelt

Grundprinzipien des heutigen, westlichen Yoga
Yoga ist keine Alternative zu sportlicher Betätigung, jedoch eine sehr sinnvolle Ergänzung.
Wer sich mit Yoga beschäftigt, entwickelt Kenntnisse und Erfahrungen über die eigenen körperlichen, psychischen und geistigen Funktionen und Möglichkeiten.
Fähigkeiten der Selbstkontrolle und Selbstregulation können erprobt und erlernt werden.

Das Ziel
Ziel der Yoga-Therapie ist es, über Selbstbeobachtung, die Atmung und die Arbeit mit dem Zwerchfell, eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems im Sinne der Balance zu erreichen.

Der Umgang mit Stress kann erlernt werden. Dies geht einher mit dem „Abschalten“ von negativen Emotionen.

Desweiteren kann zusätzlich Einfluss auf bestimmte funktionelle Probleme der inneren Organe und des Bewegungsapparates genommen werden. Die körpereigene Wahrnehmung für Aspekte der Haltung, der Spannung und der Dehnfähigkeit der Muskulatur wird gesteigert.

Die Mobilität der Wirbelsäule kann gezielte durch Einsatz der Schwerkraft oder durch gezielte Entspannung im Sinne der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson beeinflusst werden.

Je nach den eigenen Bedürfnissen werden die Zielstellungen des Yoga variiert und angepasst.

Gesunderhaltung und Stabilisierung der Persönlichkeit, bessere Anpassungsfähigkeit und gesteigertes Selbstwertgefühl – das sind die Haupteffekte des Yoga, wenn es regelmäßig praktiziert wird.

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dreidimensionale Fußtherapie nach
Zukunft-Huber

Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie wurde von Barbara Zukunft-Huber zur Frühbehandlung von Fußdeformitäten entwickelt und orientiert sich an der funktionellen Fußentwicklung im ersten Lebensjahr.

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Cornelia Smith Stefanie Meier Susanne Weisenberger